Kreidezähne bei Kindern nachhaltig behandeln

Was Eltern über Zahnschmelzdefekt und Hypomineralisation wissen sollten

 

Sie haben Verfärbungen, reagieren schmerzempfindlich und brechen sogar manchmal ab: Kreidezähne. Rund 15 Prozent der 12-Jährigen sind aktuell von dieser Volkskrankheit betroffen. Kreidezähne entstehen durch schlecht mineralisierten Zahnschmelz, nicht durch falsches Zähneputzen oder eine ungesunde Ernährung, und können den Alltag der ganzen Familie spürbar belasten. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte von KU64 Berlin sind darauf spezialisiert, Kreidezähne frühzeitig zu erkennen, konsequent zu behandeln und so langfristig beschwerdefrei zu halten, damit Ihr Kind wieder entspannt essen, trinken und lächeln kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

So entstehen Kreidezähne

Kreidezähne entstehen, wenn sich der Zahnschmelz bei Kindern nicht richtig verhärtet (Hypomineralisation). Die Zähne werden weicher, porös und anfälliger für Schäden und Karies.

So äußert sich der Zahnschmelzdefekt

Kreidezähne sind durch weiß-gelb-braunen Flecken, rauen Oberflächen, abbrechende Kanten und Schmerzen beim Zähneputzen, Essen oder Trinken erkennbar.

Das hilft bei Kreidezähnen

Frühe Diagnose, Schutzlacke und Fluoridierungen, Versiegelungen, stabile Füllungen oder kleine Kronen sowie eine engmaschige Prophylaxe helfen, Kreidezähne zu stabilisieren und Beschwerden zu reduzieren.

Was sind Kreidezähne?

Im menschlichen Körper ist der Zahnschmelz die härteste Substanz. Er ist härter als Eisen und schützt die Zähne vor äußeren Einflüssen. Kreidezähne entstehen durch eine verringerte Mineralisation des Zahnschmelzes. Im Vergleich zu gesunden Zähnen ist der Zahnschmelz bei Kreidezähnen deutlich weicher. Dadurch sind die Zähne weniger geschützt, anfälliger für Karies und oftmals brüchig wie Kreide. Auch die Sensibilität der Zähne ist durch den weichen Zahnschmelz erhöht. Kreidezähne reagieren überempfindlich auf äußere Reize. Selbst das tägliche Zähneputzen oder der Genuss von warmen, kalten oder süßen Speisen kann bei den Betroffenen Schmerzen an den Zähnen auslösen.

Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH): Schneide- und Backenzähne oft betroffen

Kreidezähne gibt es vor allem unter den bleibenden Zähnen. Da sowohl die Backenzähne (Molaren) als auch die Schneidezähne (Inzisiven) von der Zahnschmelzstörung betroffen sind, wird die Erkrankung auch Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) genannt. Aber auch Milchzähne können bereits beim Durchbruch in die Mundhöhle Schmelzveränderungen aufweisen. In der medizinischen Fachsprache wird die Entstehung von Kreidezähnen im Milchgebiss als Milchmolaren-Hypomineralisation (MMH) bezeichnet. Solche Veränderungen an Milchbackenzähnen gelten häufig als Frühwarnzeichen dafür, dass später auch die bleibenden Zähne betroffen sein können.

Volkskrankheit Kreidezähne

Die Anzahl der Kinder mit Kreidezähnen ist weiterhin hoch: Laut Sechster Deutscher Mundgesundheitsstudie (DMS VI, 2025) sind in Deutschland rund 15,3 Prozent der 12-jährigen, älteren Kindern betroffen. Bei einer MIH-Erkrankung weisen durchschnittlich 3,4 Zähne pro Kind den Defekt auf. International liegt die geschätzte Verbreitung bei etwa 13 bis 14 Prozent. Zum Vergleich: Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V, 2018) wies bei den 12-Jährigen einen Anteil von über 28 Prozent mit mindestens einem MIH-betroffenen Zahn aus.

Wie entstehen Kreidezähne?

Die Entwicklung der Zähne beginnt, lange bevor der erste Milchzahn durchbricht. Bereits in der Schwangerschaft werden die Zähne im Kieferknochen des ungeborenen Babys angelegt. Für die Bildung des Zahnschmelzes sind Zellen namens Ameloblasten zuständig. Sie sondern Proteine ab und bilden damit das Gerüst für den Zahnschmelz.

Anschließend lagern sich Salze wie Kalzium und Phosphat in den Schmelz ein, die zu Hydroxylapatit mineralisieren. Gesunder Zahnschmelz besteht zu 96 Prozent aus Hydroxylapatit-Kristallen. Durch ihre fischschuppenartige Anordnung verleihen sie den Zähnen eine enorme Beißfähigkeit. Mit zweieinhalb Jahren ist die Zahnschmelzproduktion der Milchzähne und der bleibenden Zähne abgeschlossen. Die Ameloblasten haben ihre Aufgabe erledigt. Sie sterben ab und mit ihnen die Fähigkeit, den Zahnschmelz zu erneuern.

Porös statt robust: Fehlende Mineralien schwächen Zahnschmelz

Bei Kreidezähnen wird der Zahnschmelz nicht richtig ausgebildet. Die Ameloblasten sind in ihrer Funktionsweise gestört. Man spricht bei Kreidezähnen auch von einer Mineralisationsstörung. Das zahnschmelzhärtende Mineral Hydroxylapatit ist nicht ausreichend vorhanden. Stattdessen weist der Zahnschmelz bei Kreidezähnen deutlich mehr Wasser und Proteine auf. Der Zahn ist dadurch brüchiger und anfälliger für Kariesbakterien. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Zahnschmelz bei Kreidezähnen bis zu 90 Prozent weicher ist als bei gesunden Zähnen.

Keine Frage der Ernährung: Mögliche Ursachen von Kreidezähnen

Bereits seit den 1980er Jahren erforschen Wissenschaftler, was die Entstehung von Kreidezähnen begünstigt. Bislang sind die Ursachen für die Mineralisationsstörung des Zahnschmelzes nicht eindeutig geklärt. Denn trotz zahngesunder Ernährung und vorbildlicher Mundhygiene leiden Kinder und Jugendliche unter dem extrem weichen Zahnschmelz. Auch wenn die Ursachen noch nicht erforscht sind, konnten verschiedene Faktoren ermittelt werden, die vermutlich die Bildung von Kreidezähnen begünstigen:

1. Infektionskrankheiten

Wiederkehrendes hohes Fieber und Infektionskrankheiten im Kleinkindalter wie Windpocken, Masern oder Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis und Asthma können die Zahnschmelzbildung stören.

2. Antibiotika

Ebenso kann die häufige Einnahme von Antibiotika in den ersten drei Lebensjahren einen Einfluss auf die Zusammensetzung des Zahnschmelzes haben und eine Ursache für Kreidezähne sein.

3. Schadstoffe und Umweltgifte

Schadstoffe, die aus der Umwelt vom Körper aufgenommen werden, können den Zahnschmelz schwächen. Unter Verdacht stehen Umweltgifte wie Dioxine, die über die Nahrung aufgenommen werden, sowie Weichmacher in Plastikverpackungen von Lebensmitteln wie Bisphenol A oder polychloriertes Biphenyl.

4. Erkrankungen der Mutter in der Schwangerschaft

Erkrankungen der Mutter während der Schwangerschaft können die Zahngesundheit des Neugeborenen beeinträchtigen. Ebenso stehen ein Vitamin-D-Mangel der Mutter oder des Kindes in den ersten Lebensjahren auf der Liste der möglichen Verursacher für Kreidezähne.

5. Komplikationen bei der Geburt

Schwierigkeiten bei der Geburt wie etwa Sauerstoffmangel oder eine Kaiserschnittgeburt können die Entstehung von Kreidezähne bedingen. Aber auch eine Frühgeburt oder ein geringes Geburtsgewicht spielen den Forschungen zufolge eine wesentliche Rolle bei der Entstehung einer Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH).

6. Nierenerkrankungen

Chronische Nierenerkrankungen können Störungen im Kalzium-Phosphat-Haushalt der Zähne hervorrufen und damit die Stabilität und Gesundheit der Zähne beeinträchtigen.

Kreidezähne erkennen: Das sind die Symptome

Um Kreidezähne rechtzeitig zu erkennen, sollten Sie die Backenzähne Ihrer Kinder frühzeitig kontrollieren. Spätestens mit dem Zahnwechsel im Alter von fünf oder sechs Jahren ist es wichtig, dass der Zahnarzt oder die Zahnärztin die bleibenden Zähne professionell begutachtet. In den meisten Fällen zeigt sich der Mineralisationsdefekt auf den vordersten Backenzähnen und zusätzlich auch auf den Schneidezähnen. Die Störung in der Zahnschmelzbildung kann nur kleine Flächen des Zahnes oder die gesamte Zahnkrone betreffen.

Folgende anzeichen deuten auf Kreidezähne hin:

  1. Getrübte weiße oder gelb-braune Flecken: Kreidezähne weisen weiß-cremige bis gelblich-braune Flecken auf. Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) tritt an den Kauflächen und an den Seiten der Zähne auf. Die betroffenen Stellen sind scharf abgegrenzt.
  2. Erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Zähne: Durch den Zahnschmelzdefekt reagiert der Zahn sensibler auf mechanische, thermische und chemische Reize. Zähneputzen, heiße, kalte oder süße Speisen, selbst Kaubewegungen oder der Luftpuster beim Zahnarzt oder der Zahnärztin können Schmerzen verursachen. Auch beim Atmen durch den Mund reagieren Betroffene empfindlich. 
  3. Unebenheiten der Zahnoberflächen: Furchen in der Zahnoberfläche, fehlende Höcker oder abgeplatzter Zahnschmelz können auf Kreidezähne hinweisen.

Wenn Sie als Eltern bei Ihrem Kind Symptome hypomineralisierter Zähne feststellen, sollten Sie nicht abwarten. Nehmen Sie bereits bei den ersten Anzeichen Kontakt zu unserem Praxisteam auf und vereinbaren Sie einen Termin für eine Kontrolluntersuchung bei unseren Kinderzahnärzten.

Warum tun Kreidezähne weh?

Bei Kreidezähnen ist der Zahnschmelz nicht richtig ausgehärtet und stellenweise „löchrig“. Dadurch können äußere Reize wie Kälte, Wärme oder Süßes viel leichter bis ins darunterliegende Zahnbein (Dentin) vordringen. Im Dentin verlaufen feine Kanälchen, in denen Nervenfasern liegen. Sind diese Dentinkanälchen durch den geschädigten Schmelz offen, werden Reize direkt an den Nerv weitergeleitet. Das kann als kurzer, stechender oder ziehender Schmerz empfunden werden. Typisch für Kreidezähne ist deshalb, dass schon alltägliche Situationen Schmerzen auslösen können.

Kreidezähne im Verlauf: von mild bis stark ausgeprägt

Kreidezähne können je nach Patient und Patientin unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Während bei milden Verläufen die Zähne lediglich verfärbt sind, kann eine starke Demineralisierung neben Überempfindlichkeit zum kompletten Zahnschmelzverlust und anderen Zahnbeschwerden führen. Der Zahn ist dann instabiler und kann absplittern. Je nach Schweregrad besprechen die Zahnärzte von KU64 Berlin gemeinsam mit Eltern und Kindern das passende Therapiekonzept.

Leichte Ausprägung: erste Veränderungen im Zahnschmelz

In frühen Stadien zeigen sich meist nur leichte Veränderungen der Oberfläche. Die Zähne wirken äußerlich noch stabil, können aber bereits geringfügig verfärbt sein und empfindlicher reagieren zum Beispiel auf süße Speisen. In dieser Phase steht vor allem im Vordergrund, zu beobachten, ob sich die Flecken oder die Empfindlichkeit im Laufe der Zeit verstärken.

Mäßige Ausprägung: sichtbare Schmelzschäden und zunehmende Empfindlichkeit

Nimmt die Demineralisation zu, zeigen sich erste strukturelle Defekte wie raue Stellen, feine Risse oder beginnende Abplatzungen. Die Verfärbungen werden deutlicher und die Zähne reagieren häufiger auf Temperaturreize oder mechanische Belastung. In diesem Stadium steigt das Risiko, dass die Schmelzschicht weiter geschwächt wird und sich die Schäden ausweiten.

Schwere Ausprägung: instabile Zähne und deutlicher Substanzverlust

Bei stark ausgeprägter MIH verliert der Zahnschmelz seine Festigkeit, die Zähne werden insgesamt instabil und können größere Teile der Oberfläche einbüßen. In schweren Fällen sind die Kreidezähne stark verfärbt, stark geschädigt und häufig brüchig. Die betroffenen Zähne können sogar Teile des Zahnschmelzes verlieren. In dieser Phase kann der Zahn seine gesunde Schutzfunktion kaum noch erfüllen, was den Alltag der Kinder – etwa beim Essen, Trinken und Zähneputzen – deutlich beeinträchtigen kann.

Kreidezähne sicher unterscheiden: So erkennen Eltern den Unterschied zu Fluorose, Karies und Demineralisation

Viele Eltern sind verunsichert, wenn sie bei ihrem Kind Verfärbungen oder raue Stellen an den Zähnen entdecken. Kreidezähne können dabei leicht mit Fluorose, beginnender Karies oder gewöhnlicher Demineralisation verwechselt werden, auch wenn Ursachen und Behandlung völlig unterschiedlich sind. Die folgende Übersicht erklärt die wichtigsten Unterschiede und hilft Ihnen einzuschätzen, was hinter den Veränderungen stehen könnte:

 

Kreidezähne (MIH)

Fluorose

Karies

Demineralisation

Ursprung

Entwicklungsstörung des Zahnschmelzes

zu viel Fluorid während der Zahnentwicklung

bakterielle Säuren greifen den Zahn an

Säuren aus Plaque oder Ernährung lösen Mineralien aus dem Schmelz

Wann sichtbar?

beim Durchbruch

beim Durchbruch

nach dem Durchbruch

nach dem Durchbruch

Aussehen

weiß-gelb-braune Flecken, scharf begrenzt

mattweiße, symmetrische Flecken oder Streifen

erst weißlich, später braun bis schwarz

kreidig-weiße Stellen

Schmelzqualität

weich, bröckelig, instabil

intakt, glatt, keine Substanzverluste

nach und nach zerstört, es entstehen Defekte bis hin zu „Löchern“

früh geschwächt, aber meist noch stabil

Schmerzempfindlichkeit

häufig und stark

selten

möglich, je nach Stadium

gering bis mittel

Betroffene Stellen

häufig Backenzähne und Schneidezähne

meist Frontzähne

Grübchen, Fissuren, Zahnzwischenräume

Glattflächen, Zahnfleischrand

Typischer Verlauf

kann schnell ausbrechen oder sich verschlechtern

bleibt meist stabil

fortschreitend bis zur Zerstörung des Zahns

kann sich je nach Stadium durch Pflege verbessern

Behandlung

Schutz, Fluoridierung, Versiegelung, Füllungen, ggf. Kronen

nur kosmetisch bei Bedarf

entfernen und Füllen

Remineralisation und bessere Pflege

Nicht jeder unzureichend mineralisierte Zahnschmelz ist also automatisch ein Kreidezahn. Ähnliche Defekte können zum Beispiel durch angeborene Störungen der Schmelzbildung (wie Amelogenesis imperfecta), Entwicklungsstörungen, Zahntraumata, Entzündungen im Zahnbereich oder bestimmte Antibiotikatherapien (z. B. mit Tetracyclin) entstehen. Da die Ursachen sehr unterschiedlich sein können, empfehlen wir Ihnen, Veränderungen am Zahnschmelz Ihres Kindes frühzeitig bei KU64 abklären zu lassen. Ein Kontrolltermin hilft, den Befund eindeutig einzuordnen und die passende Behandlung zu starten.

Fingerspitzengefühl gefragt: Kreidezähne sanft behandeln

Viele Betroffene fragen sich: Wie bekommt man Kreidezähne weg? Eine Therapie zur Heilung von Kreidezähnen gibt es bislang nicht. Sie bleiben ein Leben lang bestehen. Umso wichtiger ist es, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und deren Fortlauf frühzeitig zu stoppen. Ziel der Zahnärztinnen und Zahnärzte von KU64 ist es, die Symptome zu lindern und die empfindlichen Zähne verstärkt gegen Karies zu schützen. Bei Kreidezahnpatientinnen und -patienten achten sie darauf, die Behandlung so einfühlsam wie möglich durchzuführen. Folgende Methoden bietet KU64 Berlin für Kinder und Jugendliche mit Kreidezähnen an:

Intensivprophylaxe mit Fluoridierung:

Die Zahnärztinnen und Zahnärzte von KU64 Berlin empfehlen Patientinnen und Patienten mit einer milden Ausprägung der Kreidezähne alle drei bis sechs Monate bis zu viermal im Jahr eine Intensivprophylaxe. Sobald der Zahn vollständig durchgebrochen ist, wird er mit einer Kunststoffschicht einmalig versiegelt. 

Zusätzlich fluoridiert der Zahnarzt oder die Zahnärztin die Kauflächen der Kreidezähne regelmäßig. Da die Oberfläche der Kreidezähne meist rau und schmerzempfindlich sind, lassen sie sich schlechter reinigen. Die betroffenen Zähne sind anfälliger für Karies. Hochkonzentriertes Fluorid schützt die demineralisierten Stellen vor dem Eindringen der Bakterien. Zuhause können Sie fluoridhaltige Zahnpasten und remineralisierende Pasten nutzen, um die Zähne zu stärken und die Mineralisation zu fördern.

Füllungen und Kronen

Kleinere Defekte an den Zähnen können durch Sealing, das heißt durch das Anbringen von Abdeckungen aus Kunststoff oder Glasionomerzement, behandelt werden. Das schützt die geschädigten Stellen und verhindert die weitere Abnutzung. Bei stark empfindlichen Zähnen kann außerdem eine Desensibilisierung der Zähne durch schmerzlindernde Beschichtungen helfen, um die Oberfläche zu glätten und Reize besser abzuschirmen. Auch Veneers können die Zahnoberflächen schützen und Zahnfarbe und Lächeln wieder harmonisch aussehen lassen.

Ist die Struktur des Zahnes bereits angegriffen, helfen Füllungen oder Kronen, den Zahn zu stabilisieren. Für die Kronen nutzen die Zahnärztinnen und Zahnärzte von KU64 Materialien wie Edelstahl oder Keramik bzw. Zirkon. Sie erhalten nicht nur die Funktion des Zahnes, sondern machen ihn auch unempfindlicher gegenüber Schmerzen. H3: Chirurgische Maßnahmen

Chirurgische Maßnahmen

Ist der Zahnschmelzdefekt besonders stark ausgeprägt, verlieren die Zähne ihre Stabilität oder sind sehr schmerzempfindlich. Ist der Zahn stark zerstört und kann auf lange Sicht nicht erhalten werden, muss der Kreidezahn unter Umständen gezogen werden. Die entstandene Zahnlücke kann entweder durch ein Implantat oder einen kieferorthopädische Behandlung geschlossen werden. Für eine optimale Therapie und kurze Wege arbeitet das Zahnärzte-Team von KU64 Berlin mit den hauseigenen Kieferorthopäden eng zusammen.

Gut zu wissen: Die übliche lokale Betäubung wirkt bei Kreidezähnen nur eingeschränkt. Anstelle dessen verwenden die Zahnärzte von KU64 bei der Behandlung von Kreidezähnen Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen. In einem gemeinsamen Vorgespräch erhalten Sie weitere Informationen über die entsprechende Dosierung für Ihr Kind. Sind die Zähne besonders schmerzempfindlich, können alle Behandlungen auch unter Teil- oder Vollnarkose stattfinden.

So läuft die Behandlung bei KU64 ab

1. Schweregrad-Diagnostik nach MIH-Index

Unsere Kinderzahnärztinnen und -zahnärzte untersuchen zunächst die betroffenen Zähne und stufen den Schweregrad der Kreidezähne anhand eines MIH-Index ein.

2. Schmerztest und Empfindlichkeitsanalyse

Anschließend prüft die Zahnärztin oder der Zahnarzt behutsam, wie stark die Zähne Ihres Kindes auf Reize wie Kälte, Druck oder Luft reagieren, um das Schmerzempfinden möglichst genau einschätzen zu können.

3. Individueller Behandlungs- und Prophylaxeplan

Danach erhält Ihr Kind einen persönlichen Behandlungs- und Prophylaxeplan, der genau festlegt, welche Maßnahmen als Nächstes folgen und wie Ihr Kind die empfindlichen Zähne im Alltag am besten schützen kann.

Beratung zum Thema Kreidezähne bei Kindern

Die Therapie von Kreidezähnen ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung empfehlen wir allen Eltern, bei Verdacht auf Kreidezähne sofort Kontakt aufzunehmen und einen Termin bei ihrem Zahnarzt oder ihrer Zahnärztin zu vereinbaren. In dem Beratungsgespräch geben die Spezialisten und Spezialistinnen von KU64 den betroffenen Kindern Tipps für eine optimale Mundhygiene sowie zur Vorbeugung von Karies. Sie als Eltern erfahren, wie Sie Ihr Kind bei der Zahnpflege motivieren und unterstützen können. Weiterhin bespricht der Zahnarzt bzw. die Zahnärztin gemeinsam mit den Patienten und Patientinnen den Behandlungsplan und klärt alle offenen Fragen und Themen rund um die Therapie von Kreidezähnen.

Hausmittel und Tipps: Darauf sollten Kinder mit Kreidezähnen achten

Prophylaxe, das heißt regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt oder der Zahnärztin, ist das A und O bei Kreidezähnen. Doch auch im Alltag können Kinder und Eltern dafür sorgen, dass die bleibenden Kreidezähne gut geschützt und lang erhalten bleiben. Folgende Tipps und Maßnahmen können nach derzeitigem Forschungsstand Defekte durch die Demineralisierung minimieren:

1. Gewissenhaftes Zähneputzen

Tägliche Zahnpflege beginnt bereits beim ersten Zahn. Achten Sie als Eltern darauf, dass Ihr Kind am besten nach jedem Essen sorgfältig seine Zähne putzt – mindestens jedoch zweimal täglich. Verwenden Sie bei empfindlichen Kreidezähnen eine weiche Zahnbürste und am besten lauwarmes Wasser, damit das Putzen nicht zusätzlich schmerzt. Bis zum neunten Lebensjahr sollten Sie als Eltern die Zähne Ihrer Kinder nach dem Putzen kontrollieren und bei Bedarf nachputzen. Um möglichst auch versteckte und tiefliegende Stellen zu erreichen, empfehlen wir bei KU64 die Backenzähne quer zu putzen. Dafür sollte die Zahnbürste im rechten Winkel zur Zahnreihe vor- und zurückbewegt werden. Durch die regelmäßige Pflege der Zähne reduzieren sie die Plaque-Säuren im Mund und damit auch das Risiko für Karies an den ohnehin empfindlichen Kreidezähnen.

2. Fluoridhaltige und desensibilisierende Zahnpasta und Pasten

Verwenden Sie täglich eine altersentsprechende Zahnpasta mit Fluorid für die Mundhygiene Ihres Kindes auch zu Hause sowie wöchentlich hochkonzentrierte Fluoridgele, welche Ihnen die Kinderzahnärztinnen und -zahnärzte von KU64 Berlin je nach Befund empfehlen. Zusätzlich zu den Versiegelungen durch den Zahnarzt oder die Zahnärztin stärken diese den Zahnschmelz und beugen Schäden an Kreidezähnen vor. Die Zähne sind dadurch unempfindlicher und widerstandsfähiger gegen Karies. Darüber hinaus können Betroffene desensibilisierende Pasten verwenden, um die Schmerzempfindlichkeit der Zähne zu mildern. Sie enthalten Wirkstoffe wie Arginin oder eine Verbindung aus Caseinphosphopeptid und amorphem Kalziumphosphat (CPP-ACP).

3. Weniger zuckerhaltige Lebensmittel

Kariesverursachende Plaque-Säuren, die von Bakterien im Mund produziert werden, entstehen vor allem durch den Genuss von zuckerhaltigen Lebensmitteln. Je höher die Konzentration an Plaque-Säuren, desto höher ist das Risiko für Karies. Süßigkeiten sollten deshalb, soweit es geht, durch zahngesunde Lebensmittel ersetzt werden. Fruchtpürees für Kleinkinder in weichen Plastik-Trinkbeuteln, sogenannte Quetschies, sind zwar praktisch, doch in vielen Fällen wahre Zuckerbomben. 

Zu einem ausgewogenen Speiseplan gehören auch gesunde Getränke wie Wasser oder ungesüßte Tees. Bei älteren Kindern kann zusätzlich zuckerfreier Kaugummi sinnvoll sein, da er den Speichelfluss anregt und damit Säuren im Mund besser neutralisiert. Zahnärztinnen und Zahnärzte empfehlen zudem, fluoridiertes Speisesalz für die Zubereitung der Mahlzeiten zu verwenden. 

Nicht empfehlenswert sind DIY-Bleaching-Versuche oder selbstgemachte Zahnreinigungsmethoden mit stark sauren oder scheuernden Stoffen wie Zitrone oder Natron. Sie können den ohnehin empfindlichen Zahnschmelz zusätzlich schädigen und sollten unbedingt vermieden werden.

Schnelle Hilfe und familienfreundliche Sprechzeiten

Stark betroffene Kreidezähne sind oft besonders schmerzempfindlich. Die Zahnärztinnen und -ärzte von KU64 sorgen deshalb dafür, Patientinnen und Patienten mit Kreidezähnen schnellstmöglich zu behandeln. Bitten weisen Sie bei der Terminbuchung darauf hin, um so mögliche Wartezeiten zu verkürzen. Auch ohne akute Schmerzen profitieren KU64-Patienten von umfangreichen zahnmedizinischen Leistungen ohne lange Wartezeiten. 

Unsere Praxis für Zahngesundheit hat an sieben Tagen in der Woche für Sie geöffnet. Eltern und Kindern bieten wir sogenannte Familienbehandlungen an einem Tag an. Nehmen Sie Kontakt zu unseren Spezialistinnen und Spezialisten für Kreidezähne auf. Ihren Termin bei KU64 können Sie per E-Mail an info@ku64.de buchen oder telefonisch unter: 030 86 47 320. Unser Team hilft Ihnen bei allen Fragen zur Gesundheit Ihrer Zähne gerne weiter.

Fazit: Kreidezähne ernst nehmen, Chancen nutzen

Kreidezähne sind zwar belastend, aber heute sowohl medizinisch als auch ästhetisch gut behandelbar. Entscheidend ist, dass Sie Veränderungen an den Zähnen Ihres Kindes ernst nehmen und nicht abwarten. Lassen Sie Flecken, Empfindlichkeiten oder bröckelnde Stellen frühzeitig bei KU64 abklären, damit wir gemeinsam einen passenden Schutz- und Behandlungsplan erstellen und die Zähne Ihres Kindes langfristig stabil und möglichst beschwerdefrei erhalten können.

Verfasst von: Dr. Stephan Ziegler

Zuletzt aktualisiert am 17.12.2025

FAQ zum Ratgeber-Artikel: Die wichtigsten Fragen rund um das Thema Kreidezähne

Kreidezähne können schon sehr früh sichtbar werden. In manchen Fällen zeigt sich ein Zahnschmelzdefekt beim Baby oder Kleinkind, wenn die ersten Milchzähne durchbrechen. Man spricht dann von einer Milchmolaren-Hypomineralisation (MMH). Häufig fallen Kreidezähne jedoch erstmals beim Durchbruch der ersten bleibenden Zähne etwa um das sechste Lebensjahr auf. Deshalb sollten Kinderzähne von Anfang an regelmäßig kontrolliert werden, damit Verfärbungen, raue Stellen oder Schmerzempfindlichkeit frühzeitig erkannt und passend behandelt werden können.

Kreidezähne weisen oft eine charakteristische weiße, gelbliche oder braune Verfärbung auf und haben eine raue oder unebene Oberfläche. Die Zähne sind zudem häufig schmerzempfindlich, insbesondere beim Zähneputzen oder beim Verzehr von heißen, kalten oder süßen Speisen. Wenn Sie solche Symptome bei Ihrem Kind bemerken, sollten Sie einen Zahnarzt oder eine Zahnärztin aufsuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten.

Ein Vitamin-D-Mangel kann die Mineralisation der Zähne beeinflussen und wird in der Suche nach möglichen Faktoren für Kreidezähne diskutiert. Besonders ein Mangel der Mutter während der Schwangerschaft oder des Kindes in den ersten Lebensjahren kann die Schmelzbildung beeinträchtigen. Er gilt jedoch nicht als alleinige oder eindeutig bestätigte Ursache, sondern als einer von mehreren möglichen Einflussfaktoren für Zahnschmelzdefekte.

Die genauen Gründe dafür, warum jemand Kreidezähne hat, sind noch nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen davon aus, dass mehrere Belastungen von der späten Schwangerschaft bis in die ersten Lebensjahre zusammenwirken. In diesem Zeitraum wird der Zahnschmelz gebildet und mineralisiert. Faktoren wie Infektionen mit hohem Fieber, Entwicklungsstörungen, bestimmte Medikamente wie Antibiotika, mögliche Umweltfaktoren oder ein gestörter Mineralstoffhaushalt können diese Schmelzbildung stören.

Nein, Erwachsene können keine neuen Kreidezähne mehr entwickeln. Kreidezähne (MIH) entstehen ausschließlich während der Zahnentwicklung, also von der späten Schwangerschaft bis etwa zum dritten Lebensjahr. Erwachsene können jedoch noch unter Kreidezähnen leiden, die bereits seit der Kindheit bestehen. Treten später ähnliche Defekte auf, liegen in der Regel andere Ursachen wie Karies, Säureschäden oder andere Zahnschmelzdefekte vor.

Nein, Kreidezähne können nicht von allein heilen. Da es sich um eine Mineralisationsstörung handelt, bleibt der Defekt im Zahnschmelz ein Leben lang bestehen. Es ist ratsam, demineralisierte Zähne frühzeitig zu behandeln, um sie zu schützen, Schmerzen zu lindern und das Risiko für Karies zu minimieren.

Kreidezähne können ein Leben lang erhalten bleiben, wenn sie früh erkannt und gut geschützt werden. Da der Zahnschmelz bei Kreidezähnen jedoch von Anfang an geschwächt ist, sind die Zähne anfälliger für Abplatzungen, Empfindlichkeiten und Karies. Doch es gibt einiges, was man gegen Kreidezähne tun kann, um zusätzliche Schäden zu vermeiden. Mit regelmäßigen Kontrollen, Prophylaxe und stabilisierenden Maßnahmen wie Versiegelungen, Füllungen oder Kronen lässt sich die Lebensdauer deutlich verlängern. Eine konsequente Betreuung durch Ihren Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin ist entscheidend, um Kreidezähne langfristig funktionsfähig und beschwerdearm zu halten.

Neben der funktionellen Versorgung spielt für viele Kinder und Eltern auch die Optik bei Kreidezähnen eine große Rolle, insbesondere wenn sichtbare Schneidezähne betroffen sind. Leichte bis mittlere Verfärbungen lassen sich oft durch eine behutsame Politur oder eine Infiltration deutlich verbessern, ohne dass gesunde Zahnsubstanz entfernt werden muss. Dabei dringt ein dünnflüssiger Kunststoff tief in die porösen Schmelzbereiche ein, stabilisiert die Struktur von innen, kann beginnende Kariesprozesse bremsen und die typischen Flecken sichtbar abschwächen, ganz ohne Bohren. Bei ausgeprägteren Defekten können Kompositveneers eine ästhetische und gleichzeitig stabilisierende Lösung bieten. Eine Zahnaufhellung ist nur bei stabilem, nicht bröckelndem Zahnschmelz und stets unter zahnärztlicher Kontrolle sinnvoll.

Viele Eltern interessieren sich bei Kreidezähnen auch für homöopathische oder alternative Unterstützungsformen. Grundsätzlich gilt: Homöopathische Mittel können das Wohlbefinden fördern, jedoch keine strukturellen Defekte des Zahnschmelzes reparieren, da diese bereits während der Zahnentwicklung entstanden sind. Sie können daher eine zahnärztliche Behandlung nicht ersetzen, auf Wunsch aber begleitend eingesetzt werden.

Bei KU64 beraten wir Familien auf Wunsch auch aus ganzheitlicher Perspektive. Unsere Zahnärztin für ganzheitliche Zahnmedizin und Heilpraktikerin Clara Constanze Meinberg verbindet schulmedizinisches Fachwissen mit ergänzenden naturheilkundlichen Ansätzen und unterstützt Eltern dabei, individuelle Zusatzmaßnahmen sinnvoll und sicher in die Behandlung einzubinden.

In der Regel unterstützt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) alle Maßnahmen zur Vorbeugung vor Karies. Dazu zählen unter anderem auch die Versiegelung der bleibenden Backenzähne und notwendige Füllungen. Diese Grundversorgung ist eine Kassenleistung. Bei einer stärkeren Ausprägung der Kreidezähne kann eine Versorgung mit Kronen medizinisch sinnvoll sein. Diese Kosten werden zu einem Teil von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Leistungen wie Infiltrationen, Kompositveneers im Frontzahnbereich oder besonders ästhetische Keramikkronen gehören dagegen meist zu den privaten Zusatzleistungen und werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Die entstehenden Mehrkosten tragen gesetzlich Versicherte selbst. In der Praxis von KU64 besprechen wir vor jeder Behandlung transparent, welche Leistungen Kassenleistung sind, welche privat abgerechnet werden und mit welchen Kosten Sie im Einzelfall rechnen sollten.

Unbehandelte Kreidezähne sind anfällig für Karies und können zu erheblichen Zahnschäden führen. Die betroffenen Zähne sind brüchig und können leicht abplatzen. Dies führt nicht nur zu Zahnschmerzen bei den Kindern, sondern auch zu Problemen beim Kauen und Sprechen. In schweren Fällen kann es notwendig sein, die betroffenen Zähne zu extrahieren und durch Zahnersatz zu ersetzen.

Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind eine gründliche Mundhygiene einhält und in das alltägliche Leben integriert, einschließlich des täglichen Zähneputzens mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt zur Kontrolle und professionellen Reinigung sind ebenfalls wichtig. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung, die möglichst zuckerarm und insgesamt gesund ist und vermeiden Sie süße Snacks und Getränke weitgehend. Die Kinderzahnärzte und -ärztinnen von KU64 geben Ihnen gerne weitere Informationen rundum das Thema Zahnpflege und -gesundheit bei Kreidezähnen.

Auch wenn der Name etwas anderes verspricht: Fruchtmus-Quetschbeutel für Kleinkinder sind eher eine Süßigkeit als ein Ersatz für einen Apfel oder eine Banane. Der Zucker- und Säuregehalt in den Obstpürees ist häufig sehr hoch. Beim langen Saugen daran werden die Zähne ständig von der Säure und dem Zucker umspült. Beides kann die Zahnschmelzdefekte verstärken, das Kariesrisiko erhöhen und ist damit nicht gesund.

Zahnarztpraxis Rezeption in Berlin-Kudamm in Charlottenburg, KU64

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