Ein heikles Thema: Mundgeruch – Was tun gegen schlechten Atem?
Tipps, Fragen und Antworten aus der Halitosis-Sprechstunde
Manche Menschen haben ihn ständig, bei anderen taucht er nur gelegentlich auf: Mundgeruch. Die Ursachen sind vielfältig und liegen im Essen, der Zahnpflege oder allgemein im Mundraum oder im Körper. KU64 unterstützt Sie dabei, wenn Sie Mundgeruch nicht nur überdecken, sondern verstehen und gezielt behandeln wollen.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
Wenn Mundgeruch zur Belastung wird
Wie entsteht Mundgeruch?
Nicht jeder Mundgeruch ist gleich: So erkennen Sie die Unterschiede
Welche Ursachen kann Mundgeruch haben?
Mundgeruch bei Kindern: Mögliche Auslöser
Mundgeruch erkennen: Mit diesen Tipps gelingt es
Tipps und Hausmittel, die gegen Mundgeruch helfen
Mundhygieneprodukte direkt vor Ort kaufen
Was tun gegen Mundgeruch: Professionelle Zahnreinigung
Mundgeruch ade: Die Halitosis-Sprechstunde bei KU64 Berlin
Kontakt aufnehmen und Termin vereinbaren
Fazit: Mundgeruch ernst nehmen und gezielt abklären
FAQs – Häufig gestellte Fragen zu Mundgeruch
Das Wichtigste auf einen Blick
Ursachen von Mundgeruch
Mundgeruch kann durch bakterielle Beläge im Mundraum, Entzündungen und Erkrankungen im Körper oder auch durch Ernährung und Genussmittel entstehen.
Mundgeruch wahrnehmen
Mundgeruch äußert sich häufig durch einen anhaltend schlechten Geschmack, Beläge auf der Zunge, Mundtrockenheit oder Hinweise aus dem Umfeld.
Mundgeruch behandeln
Wenn Sie Mundgeruch gezielt behandeln möchten, hilft KU64 mit einer spezialisierten Halitosis-Sprechstunde bei der Abklärung der Ursachen und der passenden Therapie.
Wenn Mundgeruch zur Belastung wird
Mundgeruch ist mehr als ein medizinisches Thema: Er kann den Alltag spürbar beeinflussen. Viele Betroffene fühlen sich unsicher in Gesprächen, halten Abstand oder vermeiden Nähe, aus Sorge, andere könnten den Geruch wahrnehmen. Oft entsteht dabei Scham, obwohl die Ursachen meist harmlos und gut behandelbar sind. Wird Mundgeruch zur ständigen Begleitung, belastet das nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch soziale Kontakte und das persönliche Wohlbefinden. Umso wichtiger ist es, die Ursache abzuklären. In der spezialisierten Halitosis-Sprechstunde bei KU64 unterstützen wir Sie dabei gezielt.
Wie entsteht Mundgeruch?
Mundgeruch ist ein unangenehmer Geruch des Atems, der entsteht, wenn das natürliche Gleichgewicht der Mundflora gestört ist. In einer gesunden Mundhöhle besteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen aeroben Bakterien, die Sauerstoff benötigen, und anaeroben Bakterien, die ohne Sauerstoff leben. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, vermehren sich die anaeroben Bakterien übermäßig. Diese ernähren sich vorrangig von eiweißreichen Essensresten wie Milchprodukten, Fisch, Fleisch und Eiern. Dabei entstehen sogenannte flüchtige Schwefelverbindungen (Volatile Sulphur Compounds, VSC). Liegen diese Schwefelverbindungen in erhöhter Konzentration vor, entsteht der typische unangenehme, mitunter faulige Geruch, der als Mundgeruch wahrgenommen wird.
Nicht jeder Mundgeruch ist gleich: So erkennen Sie die Unterschiede
Im Alltag werden die Begriffe Mundgeruch, Foetor ex ore und Halitosis häufig gleichbedeutend verwendet. Medizinisch gibt es jedoch Unterschiede, die für die richtige Einordnung und Behandlung wichtig sind. Entscheidend ist dabei, ob Sie den Geruch nur aus dem Mund oder auch beim Ausatmen durch die Nase wahrnehmen.
Foetor ex ore
Foetor ex ore beschreibt einen Mundgeruch, der ausschließlich beim Sprechen oder Ausatmen durch den Mund wahrnehmbar ist. Die Ursachen hierfür liegen häufig im Mund- oder Rachenbereich.
Halitosis
Im Gegensatz zum Foetor ex ore können Betroffene Halitosis auch beim Ausatmen durch die Nase wahrnehmen. In vielen Fällen entsteht dieser Geruch ebenfalls im Bereich von Mund, Nase oder Rachen, kann jedoch auch auf weiterführende Ursachen hinweisen.
Welche Ursachen kann Mundgeruch haben?
Mundgeruch hat viele unterschiedliche Ursachen. Kurzfristiger schlechter Atem nach bestimmten Lebensmitteln oder Genussmitteln ist meist harmlos. Bleibt der unangenehme Geruch jedoch bestehen, stecken häufig konkrete Auslöser dahinter, die Sie gezielt von Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin abklären lassen sollten.
Ursachen innerhalb des Mundes
Mangelnde Mundhygiene
Ursachen für Mundgeruch und einen schlechten Atem sind meist mangelnde Mundhygiene. Wenn Sie unregelmäßig zur Zahnbürste und Zahnseide greifen, schaffen Sie Nährböden für geruchsbildende Bakterien. Sie sammeln sich auf Zahnoberflächen, in Zahnzwischenräumen und Zahnfleischtaschen an. Auch Ihre Zunge bietet mit ihren Furchen einen optimalen Ansiedlungsort.
Karies
Zwischen Karies und Mundgeruch besteht ein Zusammenhang, insbesondere bei Karies in schwer einsehbaren Bereichen. Dazu zählen Zahnzwischenräume sowie Areale unter bestehenden oder defekten Füllungen oder schlecht sitzendem Zahnersatz, in denen sogenannte versteckte Karies entstehen kann. In diesen geschädigten Zahnstrukturen sammeln sich Bakterien, die unangenehme Gerüche freisetzen. Da Karies in solchen Bereichen selten frühe Beschwerden verursacht, kann sie unbemerkt am Zahn fortschreiten und als Ursache für anhaltenden Mundgeruch bestehen bleiben, bis Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin sie erkennt und behandelt.
Zahnfleischentzündungen und Parodontitis
Mundgeruch gilt als frühes Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Dabei kommt es zu Rötungen, Schwellungen und Blutungen Ihres Zahnfleisches. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sie sich zu einer Parodontitis entwickeln, bei der sich Zahnfleischtaschen bilden. In diesen Taschen vermehren sich Bakterien besonders stark und setzen geruchsaktive Stoffwechselprodukte frei, die die Ursache für einen dauerhaft unangenehmen Atem sind. Wie bei Karies entwickeln sich diese Entzündungen schleichend und bleiben lange unbemerkt. Im fortgeschrittenen Stadium breiten sich die Bakterien entlang der Zahnwurzel aus und schädigen den Kieferknochen.
Mundtrockenheit (Xerostomie)
Mundtrockenheit entsteht unter anderem durch zu wenig Flüssigkeit, nächtliches Atmen durch den Mund, Schnarchen, bestimmte Medikamente, Stress, hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen der Speicheldrüsen. Sie ist eine häufige Ursache für Mundgeruch. Bei unzureichendem Speichelfluss kann die Mundhöhle nicht mehr natürlich gereinigt werden. Bakterien, abgestorbene Zellen und andere Rückstände verbleiben länger in Ihrem Mund und können sich ungehindert vermehren. In dem trockenen Milieu entstehen geruchsaktive Stoffe, die zu anhaltendem Mundgeruch führen. Häufig ist der Mundgeruch nach dem Essen weniger ausgeprägt, weil der Speichelfluss kurzfristig angeregt wird. Der vermehrte Speichel verdünnt geruchsaktive Stoffe und spült sie vorübergehend aus dem Mundraum.
Ursachen außerhalb des Mundes
Entzündungen im Nasen-, Rachen- und Halsraum
Auch bakteriell verursachte Entzündungen des Nasen-, Rachen- und Halsraumes können Mundgeruch verursachen. Entzündungen in diesen Bereichen führen häufig dazu, dass sich Sekrete, Bakterien und abgestorbene Zellen ansammeln. Diese setzen geruchsaktive Stoffe frei, die sowohl beim Ausatmen durch den Mund als auch durch die Nase unangenehm auffallen. Mundgeruch tritt daher häufig im Zusammenhang mit Erkältungen, chronischem Schnupfen, akuten oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) oder Rachenentzündungen (Pharyngitis) auf. Auch chronische Entzündungen des Rachenraums können dazu führen, dass Sie einen unangenehmen Geruch aus dem Mund über einen längeren Zeitraum wahrnehmen.
Mandelsteine (Tonsillensteine)
Mandelsteine, auch Tonsillensteine genannt, sind kleine, meist gelblich-weiße Ablagerungen, die sich in den tiefen Furchen (Krypten) der Gaumenmandeln bilden. Sie bestehen aus einer Mischung aus Bakterien, abgestorbenen Zellen, Schleim und Speiseresten, die sich dort ansammeln und zersetzt werden. Dabei bilden sich geruchsaktive Schwefelverbindungen. Sie können zu ausgeprägtem Mundgeruch führen, der trotz gründlicher Zahnpflege bestehen bleibt.
Als Betroffene oder Betroffener bemerken Sie die Mandelsteine nicht sofort. Sie fühlen sich gesund und haben in der Regel keine Schmerzen. Stattdessen fällt eher ein anhaltender Mundgeruch, ein unangenehmen Geschmack, wiederholtes Räuspern oder ein Fremdkörpergefühl im Rachen auf. Besonders bei zerklüfteten oder vergrößerten Mandeln können Mandelsteine regelmäßig auftreten. Lassen Sie wiederkehrenden Beschwerden deshalb ärztlich abklären.
Begleiterscheinung von Krankheiten
In einigen Fällen weist Mundgeruch auf Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes Mellitus sowie auf Erkrankungen des Verdauungsapparates oder der Atmungsorgane hin. Bei diesen Erkrankungen verändern sich Stoffwechselprozesse oder die Zusammensetzung der Atemluft, was sich in einem auffälligen Mundgeruch äußern kann. Auch Lebererkrankungen wie Hepatitis oder Bluterkrankungen wie Leukämie begünstigen die Entstehung von Mundgeruch, da sie den Abbau von Stoffwechselprodukten im Körper beeinflussen.
Kommt Mundgeruch aus dem Magen?
Viele Patienten und Patientinnen vermuten Magen-Darm-Erkrankungen hinter dem Mundgeruch und erhoffen sich Hilfe durch eine Gastroskopie. Doch Mundgeruch lässt in den meisten Fällen nicht auf eine Erkrankung des Verdauungstrakts schließen. Nach aktuellen Erkenntnissen haben rund 90 Prozent aller Fälle von Mundgeruch ihre Ursache im Mund-, Nasen- oder Rachenraum. Erkrankungen des Magens oder Darms, etwa ein gastroösophagealer Reflux, spielen nur selten eine Rolle. Diese sollten Sie vor allem dann in Betracht ziehen, wenn Sie zusätzlich typische Beschwerden wie Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Magenprobleme bemerken. Ohne solche Begleitsymptome liegt die Ursache des Mundgeruchs meist deutlich näher.
Alltagsfaktoren
Ernährung
Nach dem Genuss von Zwiebeln, Knoblauch oder anderen Nahrungsmitteln kann der Geschmack im Mund oder der Atem unangenehm sein – das kennen viele Menschen. Die dabei entstehenden Abbauprodukte gelangen über den Blutkreislauf in die Atemluft und können vorübergehend wahrnehmbar sein. In der Regel handelt es sich dabei nicht um krankhaften Mundgeruch, sondern um einen zeitlich begrenzten Effekt, der nach einiger Zeit von selbst wieder verschwindet.
Genussmittel
Auch Zigaretten, Kaffee oder Alkohol beeinflussen den Atem kurzfristig negativ. Rauchen hinterlässt eigene Geruchsstoffe im Mundraum, während Kaffee und Alkohol den Mund zusätzlich austrocknen. Dadurch finden geruchsbildende Bakterien günstigere Bedingungen vor, sodass der Mundgeruch stärker oder länger wahrnehmbar sein kann.
Medikamente
Darüber hinaus können bestimmte Medikamente zu Mundgeruch führen, da sie Stoffwechselprozesse beeinflussen oder die Zusammensetzung der Mundflora verändern. Dazu zählen unter anderem Antibiotika, Antidepressiva, Antihistaminika sowie Arzneimittel gegen Parkinson.
Stress
Anhaltender Stress beeinflusst das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt. Dadurch können Ihr Speichelfluss, Ihre Verdauung und auch Ihr Ernährungsverhalten aus dem Gleichgewicht geraten. Zudem zeigen Studien, dass psychologische Faktoren wie Stress, Angstzustände oder depressive Verstimmungen die Wahrnehmung von Mundgeruch verstärken können, selbst wenn objektiv nur geringe Gerüche vorliegen.
Mundgeruch belastet Sie im Alltag und Sie vermuten eine der genannten Ursachen? Unser Team bei KU64 ist gern für Sie da. Vereinbaren Sie einen Termin für die Halitosis-Sprechstunde.
Mundgeruch bei Kindern: Mögliche Auslöser
Auch Kinder leiden unter Mundgeruch. Die Ursachen liegen ebenso wie bei den meisten Erwachsenen oftmals in der Mundhöhle, zum Beispiel in zu seltenem und zu oberflächlichem Zähneputzen. Generell können auch Polypen ursächlich für den Mundgeruch sein. Hier ist die Nasenatmung eingeschränkt. Die Kinder atmen durch den Mund, manchmal schnarchen sie. Die medizinische Abklärung durch eine HNO-Ärztin oder einen HNO-Arzt ist hier sinnvoll.
Mundgeruch erkennen: Mit diesen Tipps gelingt es Ihnen
Betroffene riechen den Mundgeruch selbst kaum. Oft wird versucht, den schlechten Atem zu entlarven, indem man in die Hände atmet und daran riecht. Doch in der Regel nimmt man den Eigengeruch der Haut stärker wahr als den Geruch des Atems. Ratgeber empfehlen folgende Tests, um Mundgeruch sicher zu erkennen:
- Löffel-Test: Pressen Sie die Zunge gegen einen unbenutzten Löffel und lassen Sie den Speichel trocknen. Machen Sie anschließend den Geruchstest und riechen Sie an dem Löffel. Der Geruch des Löffels gibt Auskunft über Ihren Atemgeruch. Ist kein Löffel zur Hand, können Sie stattdessen auch Ihr Handgelenk verwenden.
- Zahnseide-Test: Verwenden Sie Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume und riechen Sie anschließend daran. Ein unangenehmer Geruch ist ein deutlicher Hinweis auf Mundgeruch.
- Spuck-Test: Auch der Speichelgeruch kann Aufschluss darüber geben, wie es um Ihre Atemfrische bestellt ist. Spucken Sie mehrmals in ein leeres Gefäß und decken Sie es anschließend für einige Minuten ab. Riecht der Inhalt nach dem Öffnen, ist dies ein Zeichen für Mundgeruch.
Was hilft gegen Mundgeruch: Wichtige Tipps und Hausmittel
Mundgeruch ist ein unangenehmer Begleiter. Betroffene wollen den schlechten Atem am liebsten so schnell wie möglich loswerden. Gegen die meisten Ursachen von Mundgeruch gibt es einfache Methoden, die eine gesunde Mundflora fördern und eine schnelle Wirkung gegen den unangenehmen Atem versprechen. Die Zahnärzte und Zahnärztinnen von KU64 raten, erst dann Mundgeruch-Tabletten oder andere medizinische Mittel zu verwenden, wenn Hygienetipps keine Verbesserung bringen. Die Spezialistinnen und Spezialisten von KU64 Berlin beraten Sie gerne und erstellen Ihnen ein individuelles Therapiekonzept gegen Mundgeruch:
- Regelmäßige Zahnpflege: Putzen Sie regelmäßig nach den Mahlzeiten für mindestens drei Minuten Ihre Zähne. Zuckerfreie Zahnpflegekaugummis sind optimal für unterwegs, wenn Sie keine Zähne putzen können.
- Zahnzwischenräume pflegen: Verwenden Sie Zahnseide und Interdentalbürsten bei Ihrer täglichen Zahnpflege.
- Zunge reinigen: Entfernen Sie Beläge von der Zunge richtig gründlich, am besten mit einem Zungenreiniger oder Zungenschaber.
- Zahnbürste wechseln: Wechseln Sie Ihre Zahnbürste regelmäßig alle sechs bis acht Wochen. So verhindern Sie, dass sich die Mundgeruch verursachenden Bakterien auf der Zahnbürste vermehren.
- Mundspülung verwenden: Nutzen Sie Mundspülungen, um das Einnisten von Bakterien zu verhindern. Ein einfaches Hausmittel gegen Mundgeruch ist eine natürliche Mundspülung aus Wasser mit Backpulver oder Zitronensaft. Sie wirkt antibakteriell und erfrischt den Atem.
- Ausgewogene Ernährung: Reduzieren Sie den Konsum von eiweißhaltigen Lebensmitteln, Zwiebeln und Knoblauch sowie Genussmitteln wie Kaffee, Alkohol und Tabak. Essen Sie stattdessen viel Obst und Gemüse und achten Sie auf einen gesunden Vitamin- und Mineralstoffhaushalt.
- Diäten in Maßen: Verzichten Sie auf extreme kohlenhydratarme Diäten oder strenges Fasten. Beides begünstigt Mundgeruch.
- Weniger Zucker: Verringern Sie Ihrer Gesundheit zuliebe Ihren Zuckerkonsum. Damit entziehen Sie den geruchsbildenden Bakterien die Nahrungsgrundlage und schützen gleichzeitig Ihre Zähne.
- Ausreichend trinken: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr am Tag. Trinken Sie am besten mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee.
- Kräuter kauen: Effektiv gegen einen schlechten Atem und obendrein gesund sind Kräuter wie Pfefferminze, Salbei, Eukalyptus, Kamille und Petersilie. Ärzte empfehlen, die frischen Kräuter etwa zehn Minuten lang zu kauen.
Mundhygieneprodukte für Ihre Zähne direkt vor Ort kaufen
Spezielle Zahnpflegeprodukte können helfen, den Mundgeruch zu beseitigen. Zinkhaltige Zahnpasta bindet beispielsweise schwefelhaltige Geruchspartikel im Mund. Zinnfluorid wirkt zudem antibakteriell. Ob Mundsprays, Deo-Kapseln, Dragees oder Kaugummis: Die Zahnärztinnen und Zahnärzte von KU64 Berlin stellen Ihnen gerne eine Liste der besten Produkte zusammen, die für Atemfrische im Mund sorgen. Ihre neuen Hygieneprodukte können Sie anschließend direkt vor Ort in unserem Prophylaxeshop im fünften Obergeschoss erwerben.
Was tun gegen Mundgeruch: Professionelle Zahnreinigung
Zahnpflegeprodukte wie Mundspüllösungen, Kaugummis und Bonbons helfen nur vorübergehend gegen Mundgeruch. Vielmehr ist eine Grundreinigung erforderlich, um die lokalen Ursachen des Mundgeruchs zu beseitigen. Zahnärzte empfehlen neben regelmäßigen Prophylaxeterminen eine gründliche und regelmäßige professionelle Zahnreinigung.
Die Dentalhygienikerinnen sowie spezialisierten Prophylaxeassistenten von KU64 Berlin widmen sich bei einer professionellen Zahnreinigung Ihrem gesamten Mund: den Zähnen, Zahnzwischenräumen, dem Zahnfleisch und der Zunge. Sie bekämpfen so die häufigsten Ursachen von Mundgeruch. Mit Hilfe von Lupenbrillen bleibt nichts unentdeckt. So können wir Ihnen ganz individuelle Tipps für die häusliche Mundhygiene geben und Ihnen zeigen, was in Ihrem Fall gegen den unangenehmen Geruch aus dem Mund hilft. Wir stehen Ihnen mit unserer jahrelangen Erfahrung im Bereich Mundhygiene zur Seite. So können Sie sicher sein, dass ein frischer Atem und gesunde Zähne nicht nur ein kurzes Vergnügen bleiben.
Mundgeruch ade: Die Halitosis-Sprechstunde bei KU64 Berlin
Für Patientinnen und Patienten mit Mundgeruchsbeschwerden bietet KU64 Berlin eine professionelle Halitosis-Sprechstunde an. Unsere Halitosis-Spezialisten Dentalhygienikerin Michaela Kunkel und Prophylaxeassistentin Nicole Dickhoff-Kranz begleiten Sie einfühlsam auf dem Weg zum frischen Atem: Von der Diagnose bis zur Therapie. Dabei arbeiten sie eng mit Zahnärzten, HNO-Ärzten, Internisten und Dentalmedizinern zusammen.
So läuft die Halitosis-Sprechstunde ab
In der Sprechstunde ermitteln unsere Spezialistinnen zunächst, ob tatsächlich eine Halitose vorliegt und welche die möglichen Ursachen sind. Gemeinsam mit dem Patienten oder der Patientin besprechen sie, inwieweit die Einnahme von Medikamenten, die Mundhygiene, der Ernährungsstil oder bestehende Krankheiten den Mundgeruch begünstigen. Um die individuellen Ursachen des Mundgeruchs zu bestimmen, fühlen Ihnen unsere Expertinnen auf den Zahn. Sie untersuchen Zahnfüllungen, Kronenränder sowie den Zungenbelag. Weiterhin werden die Zähne auf kariöse Stellen geprüft.
Für die Beurteilung der Atemluft und deren Geruchsintensität verwenden unsere Dentalhygienikerinnen ein Halimeter. Das Gerät misst den Schwefelgehalt im Atem und bietet eine zuverlässige Diagnose von Mundgeruch. Liegen alle Untersuchungsergebnisse vor, erstellen unsere Halitosis-Spezialistinnen einen detaillierten Therapieplan und geben Ihnen Tipps und Informationen für die richtige Pflege der Zähne und Ernährung. Die Behandlungsmöglichkeiten bei dauerhaftem krankhaftem Mundgeruch sind individuell und hängen jeweils von den Ursachen des Krankheitsbildes ab.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung
Die permanente Mithilfe der Patientin oder des Patienten ist entscheidend bei der Therapie von Mundgeruch und beginnt bereits vor der ersten Sprechstunde. Wir bitten unsere Patientinnen und Patienten deshalb, sich an folgende Richtlinien zu halten:
- drei Wochen vor dem Termin keine Antibiotika
- 48 Stunden vor dem Termin keine Zwiebeln, Knoblauch, Alkohol und Kaffee
- am Tag der Behandlung keinerlei Minzprodukte oder Mundspülungen, nicht rauchen, keine Kosmetika und Parfüm
- vier Stunden vor dem Termin keine Mundhygiene durchführen, nichts essen und maximal etwas Wasser trinken
Halitosis-Fragebogen zum Download
Sie haben bereits einen Termin für die Halitosis-Sprechstunde vereinbart? Für eine ausführliche Beratung füllen Sie bitte den Halitosis-Fragebogen im Vorfeld aus und bringen Sie ihn zur Sprechstunde mit. Den Fragebogen können Sie auf deutscher und englischer Sprache herunterladen:
Schnelle Hilfe garantiert: Kosten und Dauer der Behandlung
In der Regel reichen schon ein bis zwei Sitzungen im Abstand von circa einer Woche, um das Problem Mundgeruch nachhaltig in den Griff zu bekommen. Die Kosten betragen 170 Euro für beide Sitzungen.
Kontakt aufnehmen und Termin vereinbaren
Sie haben Fragen rund um die Themen Mundgeruch und schlechter Atem und möchten einen Termin für die Halitosis-Sprechstunde vereinbaren? Das Halitosis-Team von KU64 beantwortet Ihre Fragen gerne ausführlich und gibt Ihnen wertvolle Tipps und Informationen zum Thema Mundhygiene. Für eine Terminvereinbarung nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Sie erreichen das Praxis-Team von KU64 telefonisch unter 030-8647320 oder per E-Mail an: info@ku64.de. Unsere Praxis für Zahnheilkunde in Berlin hat an sieben Tagen in der Woche für Sie geöffnet.
Unsere Öffnungszeiten:
- Montag bis Freitag: 8:00 – 20:00 Uhr
- Samstag: 9:00 – 19:00 Uhr
- Sonntag & Feiertage: 10:00 – 18:00 Uhr
Bei uns erwarten Sie kurze Wartezeiten und eine Atmosphäre, in der Sie sich rundum wohlfühlen.
Anreise: So erreichen Sie uns
Unsere Praxis für Zahnheilkunde liegt im Herzen von Berlin Charlottenburg direkt am Kurfürstendamm. Die U-Bahn-Station Adenauerplatz ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Patientinnen und Patienten, die mit privaten Verkehrsmitteln anreisen, finden im Hof von KU64 Berlin ausreichend Parkplätze. Oder besuchen Sie uns an unseren weiteren Standorten in Berlin-Mitte, Berlin-Wilmersdorf oder Potsdam.
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Das sagen unsere Patientinnen und Patienten
Fazit: Mundgeruch ernst nehmen und gezielt abklären
Mundgeruch ist kein bloßes Alltagsproblem, sondern kann auf zugrunde liegende Ursachen im Mundraum oder angrenzenden Bereichen hinweisen. Er verschwindet in der Regel nicht von selbst, wenn Beläge, Entzündungen oder andere Auslöser unbehandelt bleiben. Wenn Sie anhaltenden Mundgeruch bemerken oder trotz guter Zahnpflege keine Besserung erzielen, sollten Sie die Ursache gezielt abklären lassen. Eine frühzeitige Untersuchung hilft, harmlose von behandlungsbedürftigen Auslösern zu unterscheiden und passende Maßnahmen einzuleiten. So können Sie Mundgeruch wirksam behandeln, bevor er zu einer dauerhaften Belastung im Alltag wird.
Verfasst von: Dr. Stephan Ziegler
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2026
FAQs – Häufig gestellte Fragen zu Mundgeruch
Warum habe ich Mundgeruch trotz Zähneputzen?
Zähneputzen allein reicht oft nicht aus, um Mundgeruch zu verhindern. Geruchsbildende Bakterien sitzen nicht nur auf den Zahnoberflächen, sondern auch in Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen und auf der Zunge. Wenn Sie diese Bereiche nicht regelmäßig reinigen, können sich dort weiterhin geruchsaktive Stoffe bilden. Die Zahnärzte und Zahnärztinnen von KU64 zeigen Ihnen in einem Prophylaxe-Termin gerne Schritt für Schritt, worauf Sie bei Ihrer Mundhygiene besser achten können.
Welche Krankheiten verursachen starken Mundgeruch?
Mundgeruch lässt auf verschiedene Erkrankungen schließen, darunter Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, Karies, Entzündungen im Nasen- und Rachenraum, Mandelsteine sowie seltener Leber-, Atemwegs- oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. In den meisten Fällen liegt die Ursache jedoch im Mundraum und lässt sich durch eine gezielte Abklärung erkennen und behandeln und zukünftig vorbeugen.
Kann Mundgeruch vom Darm oder Magen kommen?
Nur selten. In über 90 Prozent der Fälle entsteht Mundgeruch im Mund-, Nasen- oder Rachenraum. Ein Zusammenhang mit dem Magen, etwa durch Reflux, ist meist nur relevant, wenn zusätzlich Symptome wie Sodbrennen auftreten.
Welcher Mangel führt zu Mundgeruch?
An der Entstehung von Mundgeruch kann auch ein Mangel an Nährstoffen beteiligt sein, sie sind jedoch selten die alleinige Ursache. Ein Mangel an Zink, Vitamin C, Vitamin D oder Eisen kann das Zahnfleisch und die Mundschleimhaut schwächen und Entzündungen begünstigen. Häufiger entsteht Mundgeruch jedoch durch Bakterien im Mundraum, zum Beispiel durch Beläge oder Entzündungen.
Gibt es ein Mittel, das zu 100 Prozent gegen Mundgeruch hilft?
Nein. Mundgeruch hat unterschiedliche Ursachen, daher gibt es keine pauschale Lösung. Er lässt sich oft nicht allein durch oberflächliche Maßnahmen wie Kaugummis oder Mundspülungen beheben. Für eine wirksame Behandlung ist eine gezielte Diagnose entscheidend.
Was hilft bei hartnäckigem oder langanhaltendem Mundgeruch?
Hartnäckiger Mundgeruch erfordert eine Ursachenanalyse. Je nach Befund kommen professionelle Zahnreinigung, Behandlung von Entzündungen, Parodontitis-Therapie oder die Abklärung von Mandelsteinen oder Erkrankungen wie Diabetes infrage. Bei KU64 erfolgt dies in der Halitosis-Sprechstunde.
Warum hilft Mundspülung bei Mundgeruch oft nur kurzfristig?
Mundspülungen überdecken Gerüche meist nur vorübergehend. Die eigentliche Ursache – etwa Beläge, Entzündungen oder bakterielle Ansammlungen in der Mundhöhle – bleibt bestehen, wenn Sie sie nicht gezielt behandeln.
Was neutralisiert Mundgeruch nach Knoblauch?
Speichelanregung, Zeit und gründliche Mundhygiene helfen am besten. Der Knoblauchgeruch verschwindet in der Regel von selbst, sobald die Abbauprodukte aus dem Körper ausgeschieden sind. Bestimmte Lebensmittel wie Äpfel, Salat oder frische Kräuter können unterstützend wirken, da sie geruchsaktive Stoffe binden oder den Speichelfluss fördern. Vorbeugen können Sie, indem Sie nach dem Essen ausreichend trinken sowie Zähne und Zunge gründlich reinigen, damit geruchsaktive Stoffe schneller entfernt werden.
Ist Mundgeruch bedenklich für die Zahngesundheit?
Mundgeruch ist meist harmlos, sollte aber ernst genommen werden, wenn er anhält, sehr stark ist oder mit weiteren Beschwerden einhergeht. Nehmen Sie in diesen Fällen Kontakt zu Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin auf. Oder lassen Sie die Ursachen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin abklären.
Wann sollte ich Mundgeruch trotz Zahnpflege abklären lassen?
Bleibt der Mundgeruch trotz regelmäßiger Zahnpflege bestehen oder tritt er immer wieder auf, ist eine Untersuchung durch Ihren Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin sinnvoll. So können versteckte Ursachen erkannt und gezielt behandelt werden. Bei anhaltenden Beschwerden bietet KU64 zudem eine spezialisierte Halitosis-Sprechstunde, in der mögliche Auslöser systematisch abgeklärt und individuell behandelt werden. Außerdem erhalten Sie wertvolle Informationen für die Pflege von Zähnen und Zunge.